Gepäck beim Ankommen
Was will ich an diesem Ort lassen? Was will ich mitnehmen?
Was will ich an diesem Ort lassen? Was will ich mitnehmen?
Möge dein Weg dir freundlich entgegenkommen,
möge der Wind dir den Rücken stärken.
Möge die Sonne dein Gesicht erhellen
und der Regen um dich her die Felder tränken.
Und bis wir beide, du und ich, uns wiedersehen,
möge Gott dich schützend in seiner Hand halten.
Zeige mir, HERR, deine Wege,
lehre mich deine Pfade!
Nach langer Abwesenheit
versuche ich
wieder anzukommen
bei Dir
und bei mir
Aus dem Trubel
dem Lärm und
den grellen Farben
will ich ankommen
beim Sein
in Dir
und in mir
will ankommen
im Frieden
zu Hause
bei mir
und im Leben
mit Dir
RückBLICK
Glücksmomente dankbar genießen
Manches einfach los-lassen
DurchBLICK
Zusammenhänge sehen
Leben durchdenken
EinBLICK
In sich hineinspüren
Sich selbst wahr-nehmen
AusBLICK
Offen sein
Perspektiven entdecken
BreitBLICK
Neugierig bleiben
Entscheidungen abwägen
WeitBLICK
Wahr-haftig leben
Kreativ durch die Welt gehen
Manchmal
einen Weg zu Fuß
zurücklegen
und der Versuchung widerstehen
alles und sofort
möglichst bequem
zu erreichen
Die Mühe
auf mich nehmen
die das Gelände erfordert
und langsam
Schritt für Schritt
mit Bodenkontakt
dem Ziel näher kommen
Im Gehen
Zeit zum Atmen haben
die Sinne anfüllen
und die Seele
dabei sein lassen
Der gegangene Weg
verlangt ein Stück von mir
Dafür beschenkt er mich
mit dem Glück des Ankommens
und einer tiefen Zufriedenheit
So wird jeder gegangene Weg
zum bleibenden Schatz
Weil Wege zu gehen
wesentlich zum Menschwerden gehört
Und weil weniger mehr ist
Eilzugstempo
oder Schrittgeschwindigkeit
Das ist die Frage
Aufbrechen
Einen ersten Schritt wagen
Aus bequemer Sicherheit
in unbekanntes Dunkel treten
Den festen Boden verlassend
das schwankende Boot besteigen
wie Petrus
den der Glaube
über das Wasser trug
Aufbrechen
Sich vorbehaltlos
auf den Weg machen
Altvertrautes zurücklassen
Sich den Unebenheiten
Steigungen und Gefahren
des Weges stellen
seinen Schönheiten und Wundern
sich öffnen
Einen ersten Schritt wagen
ohne noch den zweiten zu kennen
ohne die haltende Hand zu spüren
Ohne ihn gibt es kein Vorwärts
keinen Weg
Es gibt kein Glück
ohne das Wagnis des Vertrauens
Was hilft mir weiterzugehen, wenn es unterwegs schwierig wird?