Plädoyer für die Langsamkeit
Manchmal
einen Weg zu Fuß
zurücklegen
und der Versuchung widerstehen
alles und sofort
möglichst bequem
zu erreichen
Die Mühe
auf mich nehmen
die das Gelände erfordert
und langsam
Schritt für Schritt
mit Bodenkontakt
dem Ziel näher kommen
Im Gehen
Zeit zum Atmen haben
die Sinne anfüllen
und die Seele
dabei sein lassen
Der gegangene Weg
verlangt ein Stück von mir
Dafür beschenkt er mich
mit dem Glück des Ankommens
und einer tiefen Zufriedenheit
So wird jeder gegangene Weg
zum bleibenden Schatz
Weil Wege zu gehen
wesentlich zum Menschwerden gehört
Und weil weniger mehr ist
Eilzugstempo
oder Schrittgeschwindigkeit
Das ist die Frage